MPE - Call 03.12.25 Austauschcall der GANTKE Akademie: Kundengewinnung, Fallbesprechungen & Selbstfürsorge in der Faszienpraxis
Zielgruppenausrichtung: Fokus auf Frauen von 40 bis 60 Jahren, aktiv und gesund; Präsenz in Fitnessstudios empfohlen.
Social Media Nutzung: Inhalte über Faszien und Erfahrungen teilen, spezielle Werbung für Frauen mit Kinderwunsch planen.
Kooperationen: Zusammenarbeit mit Frauenärzten und Geburtshäusern; Büros ansprechen für potenzielle Kunden mit Verspannungen.
Preispräsentation: Preise sensibel kommunizieren, um Vertrauen aufzubauen; Gutscheine als Anreiz verwenden.
Umgang mit Skepsis: Offene Kommunikation über Fassizienbehandlungen, sachlicher Umgang bei Widerstand gegenüber alternativen Methoden.
Leistungsangebot erweitern: Einführung des „Kopf Spa“ ab 12. Dezember; drei Pakete von 100 bis 150 Euro geplant.
Notes
Kundengewinnung und Marketingstrategie
Das Erreichen der Wunschkunden erfordert gezielte Ansprache und Präsenz in passenden Umfeldern.
Janine Skodell plant, ihre Zielgruppe von vorwiegend älteren Kunden auf Frauen im Alter von ca. 40 bis 60 Jahren auszurichten, die aktiv und gesund sind, was sie als körperlich weniger belastend empfindet (24:42).
Janine nutzt bereits Faszienabende im Kneippverein und versucht über Facebook und Instagram Reichweite aufzubauen.
Robert Gantke empfahl Präsenz in Yoga-Studios, Fitnessstudios und Volkshochschulen, da dort viele potenzielle Kunden zwischen 30 und 60 Jahren aktiv sind.
Flyer, Infoveranstaltungen und persönliche Ansprache vor Ort wurden als besonders effektiv beschrieben, um Vertrauen zu gewinnen und Kunden zu gewinnen.
Johannes Birk ergänzte, dass Ästhetikstudios eine gute Anlaufstelle für Frauen in der Altersgruppe 40 bis 55 Jahre sind, da dort Frauen besonderen Wert auf sich legen und offen für neue Angebote sind.
Die Teilnehmer betonten die Notwendigkeit, sich aktiv zu zeigen und Angebote vor Ort zu präsentieren, um Kundenkontakte zu steigern.
Social-Media-Einsatz wurde als wichtiges Werkzeug erkannt, wobei vor allem Instagram und Facebook genutzt werden.
Robert empfahl, Inhalte mit Informationen zu Faszien und Erfahrungsberichten zu posten, um Vertrauen aufzubauen, bevor gezielte Werbeposts geschaltet werden.
Janine überlegt, Werbung speziell für Frauen mit Kinderwunsch zu schalten, basierend auf zwei erfolgreichen Fällen, bei denen Frauen nach der Behandlung schwanger wurden (44:38).
Birgitt bestätigte, dass Faszienarbeit die Durchblutung fördert und so positive Effekte auf die Empfängnis haben kann, ähnlich wie Fußreflexzonenmassage.
Robert riet, vor Werbemaßnahmen immer sachlich Informationen zu vermitteln und keine Heilversprechen zu geben, um Seriosität zu wahren.
Kooperationen mit medizinischen und sozialen Einrichtungen sind eine weitere Strategie.
Janine hat ihre Frauenärztin behandelt und plant Kooperationen mit Frauenärzten und Geburtshäusern, wobei Hebammen als spätere Ansprechpartner betrachtet werden (45:33).
Birgitt schlägt vor, Firmen mit Büroarbeitsplätzen anzusprechen, da dort viele Menschen unter Verspannungen leiden und potenziell Faszienbehandlungen nutzen würden (48:22).
Robert betonte, dass man einfach starten sollte, Flyer verteilen und Gespräche führen, um sich in der Community zu vernetzen.
Preisgestaltung und Angebotspräsentation
Die Kommunikation von Preisen bei Infoveranstaltungen erfordert sensiblen Umgang und klare Strategien.
Janine steht vor der Herausforderung, beim nächsten Faszienabend im Kneippverein keine Preise nennen zu dürfen, was sie als schwierig empfindet, da Interessenten fast immer danach fragen (31:30).
Birgitt und Robert empfahlen, eine Interessentenliste zu führen, bei der sich Personen eintragen und anschließend individuell kontaktiert werden.
Robert schilderte seine Praxis, bei der er während der Veranstaltung eine Übersicht der Serienpakete und Rabatte zeigt und die Teilnehmer bei Interesse direkt Termine vereinbaren können.
Die Idee, Gutscheine mit Rabatten als Anreiz zu verteilen, wurde als wirkungsvoll beschrieben.
Robert betonte, dass man auf jeden Fall darauf bestehen sollte, Preise transparent zu kommunizieren, um Vertrauen zu schaffen und Missverständnisse zu vermeiden.
Kundengespräche bei komplexen gesundheitlichen Situationen
Der Umgang mit Kunden, die schulmedizinische Behandlungen bevorzugen oder skeptisch sind, erfordert Fingerspitzengefühl.
Bei Kunden mit Coxarthrose oder akuten Gelenkentzündungen wird offen kommuniziert, dass Faszienbehandlungen keine Heilung der Gelenke bewirken können, aber die Durchblutung verbessern und Schmerzen lindern können (01:01:04).
Robert berichtete von einer Kundin mit Hüftarthrose, die nach mindestens 9 Sitzungen ihre Schmerzmittel auf etwa einmal pro Woche reduzieren konnte.
Sylvia ergänzte, dass viele Patienten erst Schmerzursachen nicht richtig einordnen und die Faszien- und Muskelbehandlung als Ergänzung häufig akzeptieren.
Birgitt und Robert wiesen darauf hin, dass die Reduzierung von Medikamenten auch die Belastung für Leber und Nieren verringert, was als starkes Argument dient.
Janine betonte, dass sie nie die Verantwortung übernimmt, ob Kunden Medikamente absetzen, sondern den Prozess als schrittweisen Weg zum besseren Körpergefühl begleitet.
Bei Widerstand gegenüber alternativen Methoden wegen ärztlicher Meinung rieten die Teilnehmer zu einem sachlichen Umgang.
Robert empfahl, Fragen zu stellen wie „Hat Ihr Arzt diese Behandlung schon ausprobiert?“ und so die Tür für eine Probebehandlung zu öffnen (01:27:06).
Birgitt empfahl, nicht zu diskutieren, wenn Kunden fest an die schulmedizinische Sicht glauben, sondern anzuerkennen, dass jeder seinen eigenen Weg hat.
Karin und Sylvia beschrieben, dass solche Diskussionen oft keinen Fortschritt bringen und man besser auf die Kunden eingeht, die offen für neue Ansätze sind.
Umgang mit persönlichen Grenzen und Energiebelastung
Die Faszienbehandlerinnen reflektieren den Umgang mit emotional belastenden Kunden und die Bedeutung von Selbstschutz.
Janine berichtete von einem Kunden mit sehr schwerer, negativer Energie, die sie psychisch belastete, sodass sie bewusst keinen weiteren Termin anbot (01:15:36).
Robert bestätigte, dass es wichtig ist, auf die eigene Gesundheit zu achten und sich nicht zu überfordern, auch wenn der Kunde zufrieden ist.
Er riet dazu, mit der Zeit eine innere Distanz zu entwickeln und sich mit Schutzmaßnahmen wie ätherischen Ölen oder Raumreinigungstechniken abzusichern.
Die Gruppe stimmte überein, dass man nicht jeden Kunden behandeln muss, wenn die persönliche Energie darunter leidet.
Produkt- und Angebotsentwicklung
Erweiterung des Leistungsspektrums kann neue Kundenschichten erschließen.
Robert plant zum 12. Dezember einen Umzug in einen größeren Raum und die Einführung einer neuen Behandlung namens Kopf Spa, die mit Hautpflege, Massage und Wellness-Komponenten angeboten wird (01:42:04).
Das Angebot umfasst drei Pakete von 60 bis 100 Minuten mit Preisen zwischen 100 und 150 Euro.
Robert sieht darin eine sinnvolle Ergänzung zur Faszienbehandlung, die eine längere, ganzheitliche Entspannungszeit ermöglicht und sich als Alleinstellungsmerkmal in der Region positioniert.
Er erwartet, dass dieses Paket besonders Kunden anzieht, die Wellness und Faszienpflege kombinieren möchten, was den Umsatz steigern kann.
Prozessverbesserungen und technische Hilfsmittel
Optimierung von digitalen und organisatorischen Abläufen unterstützt die Kundenbindung und den Geschäftsausbau.
Birgitt möchte einen professionellen WhatsApp-Account aufbauen, um ihre Kundenkommunikation besser zu strukturieren, besonders für ältere Kunden, die wenig internetaffin sind (38:36).
Robert bot Unterstützung bei der Einrichtung und den Anforderungen an, um die Reichweite auch bei weniger digital versierten Kunden zu sichern.
Zusätzlich planen Teilnehmer Infoabende, um Kunden persönlich anzusprechen, die online schwer erreichbar sind.
Die Strategie, Flyer als Werbemittel zu nutzen und mit einem Kalender zur Terminvereinbarung zu kombinieren, wurde mehrfach als praktikabel beschrieben.
Ein standardisiertes Monitoring der Interessentenlisten und zeitnahe Nachfassaktionen gewährleisten bessere Terminabschlüsse.
Action items
Johannes Birk
Termin mit Kurdirektor wegen Fördermittelgespräch vorbereiten und durchführen (03:00)
Feedback und Betreuung von pausierenden Kunden prüfen und Nachfragen initiieren (08:00)
Anna Gantke
Moderation bei zukünftigen MPE-Calls übernehmen und Teilnehmerfragen koordinieren (16:00)
Jannine Skodell
Kontaktaufnahme und Terminvereinbarung mit Frauenärztin sowie Hebamme zur Kooperation planen (44:00)
FAQ und Infos für Zielgruppe 'Kinderwunsch' auf Social Media vorbereiten und posten (53:00)
Interessentenliste für Kneippverein-Infoabend erstellen und später Nachfassaktionen durchführen (01:30:00)
Birgitt
Flyer finalisieren und an Bekanntenkreis zur Kundengewinnung verteilen (36:00)
WhatsApp-Account professionell aufbauen, evtl. Schulung organisieren (38:00)
Robert Gantke
Begleitung, Strategie- und Werbetipps für Faszienbehandler bereitstellen, z.B. Umgang mit Preisinformation bei Kneippverein (01:33:00)
Kontakt zu Fitnessstudio und Yoga-Studios für Netzwerk und Kundenakquise weiter ausbauen (22:00)
Umzug der Praxis und Integration des neuen Kopf Spa Produkts planen und kommunizieren (01:42:00)
Karin Kirchhain
Teilnahme an Montagskurs und Erfahrungsaustausch mit Birgitt fortsetzen (50:00)